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Das forum mozartplatz ist eine Initiative, die seit mittlerweile vier Jahren existiert. Gegründet wurde es vom österreichischen Wirtschaftsbund mit dem Ziel der Kreativwirtschaft in Wien, eine Diskussionsplattform und Raum für die Ausstellung unterschiedlicher Projekte zu geben, wie die gelungene Präsentation von Erwin Bauers Medien- und Kreativkooperation „Was braucht die Welt“ im Untergeschoss zeigt. Im Forum Mozartplatz wird nicht nur diskutiert oder präsentiert, sondern werden auch Brainstorming-Runden veranstaltet, in welchen vor allem Überlegungen stattfinden, wie die Kreativ- und Werbewirtschaft in Wien effektiver unterstützt werden kann.
Jeder ist eingeladen, sich zu beteiligen. „Wir sind sehr daran interessiert, unseren Kreis zu vergrößern und andere kreative Potentiale einzubeziehen. Vor allem die Kreativwirtschaft und die junge Werbebranche liegen uns sehr am Herzen.“ Anja Hasenlechner, die Obfrau des forum mozartplatz, ist äußerst engagiert darin, konstruktive und innovative Konzepte der jungen Werbewirtschaft zu unterstützen. „Das Forum ist nicht nur eine Diskussionsplattform, sondern verfügt über die Möglichkeit, direkt mit den wirtschaftspolitisch Verantwortlichen zu kommunizieren, diese zu briefen und konkrete Forderungen umzusetzen. Derzeit ist die Öffentliche Hand dringend dazu aufgefordert, auf die Kürzungen der Werbetats zu reagieren und unterstützend einzugreifen. Denn die Werbewirtschaft ist nicht nur ein wichtiges Kommunikationsinstrument und ein Motor der Wirtschaft, sondern wirkt an der Vertrauensbildung mit“, ruft Anja Hasenlechner zu einer intensiveren Zusammenarbeit und gemeinsamen Plattform auf.
Das Interesse für die vom forum mozartplatz veranstaltete Podiumsdiskussion „Zeitenwechsel. Die Werbewirtschaft auf Innovationskurs“ am 14. Mai 2009 ist groß. Werbeschaffende, Marktkommunikationsexperten und Vertreter der Kreativwirtschaft treffen aufeinander, um den Paradigmenwechsel, der derzeit in der Werbebranche stattfindet unter reger Publikumsbeteiligung zu diskutieren. Es existiert ein Konsens darüber, dass ein Zeitenwechsel dahingehend angebrochen ist, sich neue Strategien vor allem gemeinsam zu überlegen und solidarisch auf Schulterschluss zu gehen.

Im Bild, Anja Hasenlechner, Birgit Kraft-Kinz, Regina Preloznik, Michael Himmer,
Michael Kaper-Giuliani und Erwin Bauer
Michael Himmer, Geschäftsführer von Grey-Worldwide Austria und Obmann-Stv. der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftkammer Wien:
„Es ist dringend notwendig, der Öffentlichen Hand klar zu machen, das Bewusstsein zu aktivieren, dass wir uns in einer dramatischen Situation befinden. Der Appell lautet, gemeinsam – ob junge Werbeschaffende oder etablierte Agenturen - der Öffentlichen Hand gegenüberzutreten, um ein Belebungs- und Konjunkturpacket zu entwickeln. Es ist deutlich erwiesen, dass in schwierigen Zeiten, die besten Voraussetzungen für Markenbildungen existieren, doch dazu benötigen wir entsprechende Aufträge.“
Birgit Kraft-Kinz von KRAFTKINZ © ist ebenfalls im Ausschuss der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation tätig. Als Strategieberaterin im Bereich Kommunikation lautet ihr Statement: „Jeder Topmanager, jede Topmangerin hat mit Kommunikation ein strategisches Führungsinstrument in der Hand, denn wir schaffen über Kommunikation Realität. Vertrauen ist ein Schlüssel. Es gibt Bekanntheit, es gibt eine Positionierung und es gibt noch einen dritten Faktor, das ist Vertrauen. Nun geht es darum, in der Werbewirtschaft und Marktkommunikation das Vertrauen weiter auszubauen und das passiert über Kommunikation.“
Michael Kaper-Giuliani, Manager und Director von Lowe GGK, ist als Repräsentant einer großen Agentur sehr an der Kooperation mit jungen Werbeschaffenden interessiert: „Wir leben von Innovation und es ist extrem bereichernd, wenn sich junge Kreative an uns wenden, wir vermitteln sie sehr gerne als Agentur an potentielle Auftraggeber weiter. Wir haben die Chance, alle zusammenzurücken zu einer Plattform, wir haben die Chance, das forum mozartplatz zu nutzen, um unsere Interessen, unsere Bedürfnisse zu platzieren.“
Erwin Bauer hat als Betreiber der Gafikagentur Bauer Konzept & Gestaltung und als Lehrender an der Universität für angewandte Kunst gemeinsam mit der Tageszeitung Die Presse und Departure das Projekt „Was braucht die Welt“ ins Leben gerufen. „Es ist ein Aufruf an alle gesellschaftlich verantwortungsvoll Denkende und Handelnde, ihre Anliegen und ihre Ideen visuell zu formulieren, auf Wichtiges aufmerksam zu machen und zum Nachdenken anzuregen“, artikuliert Erwin Bauer sein Konzept, das bereits auf reges internationales Feedback stößt. In der Sonntagsausgabe der Presse wird eine Auswahl des Ideenpools, dessen Spektrum von Pragmatismen über Utopien bis zu Manifesten reicht, gedruckt. Auch am Voting kann sich jeder über „www.wasbrauchtdiewelt.net“ beteiligen.
In diesem Projekt geht es nicht nur um die Veränderung von Wahrnehmung durch visuelle Ideen, sondern um die Veränderung der Realität. „Es ist zuwenig bekannt, dass wir alle Fachleute der Kommunikation sind und ein mächtiges Tool in der Hand haben, das wir benutzen können, für eine gute Sache und spannende Sache.“
„Wir werden in die Hände spucken und noch kreativer sein, als ohnehin“, lautet das Schlusswort der Medientrainerin Regina Preloznik als Moderatorin.